Hannes Turba

"Der moderne Mensch - materalisiert in gleißendem Metall. Die synthetische Ikone - geformt aus archaischer Sehnsucht, erotischer Kraft und virtuelle Impression. Die ambilvalente Kreatur in verwirrendem Kosmos der Konsumzwänge, Erotikfetische und High - Speed - Techniken - schmerzhaft gezeichnet mit Rissen, Nähten und Sprüngen. Der Android - entfremdet, mutiert, der Zukunft entkommen. Menschenhaut, Metallhaut, psychologische und physiologische Prozesse der Transformation - in METALL getrieben, materalisiert."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Der gespaltene Mensch

... entzweit und durchschnitten von gegensätzlichen Begehren und Sehnsüchten zwischen archaischer Geborgenheit und zukunftsträchtigen Ahnungen, zwischen berechenbarer Computerpräzision und unkontrol- lierbarer Lust. 
Turbas Figuren schmelzen nicht an ihrem Schmerz, zerbrechen nicht an ihrer Zerissenheit. Sie verkörpern urhafte Kraft, vibrierende Erotik und Sinnlichkeit. Sexualität und Lust fungieren als Ventil, Katharsis, Katalysator - als Schubkraft für das Sein.


Messing + Eisen, 235 cm, 1990

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Archaische Prinzip

Seine Frauenfiguren definieren die weibliche Ikone 2000 - Lichtjahre jenseits der fruchtbar-mütterlichen Venus von Willendorf - zur Halbgöttin gewachsen, mit endlos-langen Beinen, muskulösen Schenkeln, neu dimensioniertem Geschlecht, spannkräftigem, stromlinienförmigem Torso und aggressiv-prallen Brüsten.
Die neue Weiblichkeit im Suchtfeld ihrer Selbstverwirklichung - egozentrisch, unfaßbar, narzißtisch ...


Messing, 270 cm, 1994